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Case Study: Wasseraufbereitung in Rückkühlanlagen

Unbehandeltes Wasser aus der Natur kann bereits verschiedenste Arten von Viren, Bakterien und Keimen enthalten. In Trink- und Industriewasseranlagen wird vor allem die Entwicklung von Legionellen begünstigt.

Die Trinkwasserverordnung (Dritte Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung – TrinkwV 2001, Bekanntmachung vom 10. März 2016 (BGBl. I S. 459)) erfordert zur Vermeidung des Legionellenwachstums eine anlagentechnische Lösung, die die Ansprüche von Umwelt und Gesundheit mit Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und technologisch einfacher Realisierung in einem System vereint.

Die Verwendung von Wasser als Kühlmittel in Verdunstungskühlanlagen beruht auf seiner guten Verfügbarkeit und hohen Wärmekapazität. Allerdings unterstützen gelöste Salze und Gase das biologische Wachstum, Härteausfällungen und Korrosion. Auch hier ist ein effizientes Systemkonzept für die Enthärtung, Entsalzung, Desinfektion und Absalzung gefragt. Der Umwelt- und Gesundheitsschutz stellt an die Wasserverarbeitung also hohe Anforderungen. Diesen hat sich die WPH GmbH unter Berücksichtigung der Richtlinien VDI 2047 und 3803 gestellt.

Die Aufgabe

Bei Legionellose sind Rückkühlwerke bzw. Verdunstungskühlanlagen als Hauptverursacher der Erkrankungshäufungen identifiziert. Kontaminationen mit Legionellen bilden eine nicht zu unterschätzende Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung und können sogar tödlich enden. Neben der Vermeidung bzw. Eindämmung des Legionellenwachstums in Trinkwassersystemen kommt daher auch der Überwachung von Rückkühlwerken eine zentrale Rolle zu.

Ein Kühlturm bzw. Rückkühlwerk emittiert mittels eines Wärmeübertragers überschüssige Wärme aus Kraftwerks- oder Industrieprozessen. Kühlwasser und Kühlturm befinden sich in einem eigenen thermodynamischen Kreisprozess. Zur einheitlichen Regelung der Sicherstellung des hygienegerechten Betriebs von Verdunstungskühlanlagen trat im Januar 2015 die VDI-Kühlturmregel 2047 in Kraft.

Mit Legionellen belastete Anlagen werden bisher thermisch desinfiziert. Eine dauerhafte Erhöhung der Warmwassertemperatur bzw. das Spülen der Leitungen mit Heißwasser, wodurch die Legionellen absterben, ist kostenintensiv und weist weder eine Depotwirkung noch einen vernünftigen Abbau des Biofilms auf. Die chemische Sanierung als zweite Variante der Desinfektion setzt auf chlorhaltige Produkte.

Eine technische Nachrüstung solcher Anlagen kann ein Kontaminationsrisiko bzw. das Risiko der Verbreitung von Aerosolen mit virulenten Legionellenstämmen in die Umwelt minimieren. Die Nachrüstung in ein bestehendes System ist außerdem eine sehr wirtschaftliche Lösung.

Die Lösung: Blue Clean 75

Die Anlage Blue Clean 75 der WPH GmbH stellt durch ein Membranelektrolyseverfahren aus Salzsole ein Chlorgas (Protectolyt) her, welches mit entsalztem Wasser vermischt wird. Die entstehende wässrige Chlorlösung wird zur Desinfektion in das Trinkwassernetz oder die Kühlwasserleitung eingespeist.

Die Abbildung zeigt eine Einsatzmöglichkeit einer Blue Clean 75 mit erweitertem Aufgabenbereich. Sie steuert und überwacht die Kühlwasseraufbereitung, den Füllstand, die Absalzautomatik und die Desinfektion. Alle Komponenten sind über die WPH GmbH erhältlich.

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